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Startschuss für den Zeitwohlstand

Ob am Arbeitsplatz oder zu Hause, kaum etwas hat sich in den letzten Jahren so stark verändert wie die Möglichkeit Informationen zu erhalten. Unabhängig davon, ob Zusammenhänge recherchiert oder gestalterische Ideen gesammelt werden sollen, alles ist nahezu sofort verfügbar, Smartphone und Internet machen es möglich. Was vor wenigen Jahren noch einige Zeit in Anspruch nahm, etwa weil zunächst ein Buch gelesen werden musste, ist jetzt ein Sekundenaufwand. Doch spüren wir diesen deutlichen Zeitgewinn, der die Konsequenz sein sollte, oder haben wir vielmehr ein Gefühl von Zeitnot? Dieser Frage geht das interdisziplinäre Forschungsprojekt ReZeitKon nach, das unter anderem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Mit dabei ist als Kooperationspartner auch das Friederike-Fliedner Berufskolleg in Iserlohn, als einziges Berufskolleg in Deutschland. Das besondere ist, dass am Friederike-Fliedner Berufskolleg gleich zwei Perspektiven auf Zeitwohlstand und so genannte Zeit-Rebound-Effekte erforscht werden, auf der einen Seite aus Sicht der Schülerinnen und Schüler, auf der anderen Seite aus Sicht der Mitarbeitenden. Im März erfolgte nun der Startschuss für die Kooperation mit der TU Berlin, die Zeitwohlstand und Konsumverhalten der Mitarbeitenden untersuchen, und im weiteren Verlaufe des Projektes mit den Mitarbeitern des Berufskollegs Interventionen zum sinnhaften Umgang mit Zeit entwickeln und anwenden wird.